Nneka

Die Luft ist angenehm kühl. Wie dünne, seidene Schleier liegen die Wolken in der Luft. Sie verhüllen den Mond, erhellen fleckenweise den tiefschwarzen Himmel der Nacht. Die Atmosphäre auf dem Gelände der Alliance Française ist ungewohnt. Sie wirkt ruhig, gesittet, irgendwie fanzösisch. Die Leute stehen in kleinen Gruppen, unterhalten sich höflich, trinken Alkohol, versuchen sich für die Blicke der Anderen zu amüsieren. Im Hintergrund des Gemurmels läuft angenehmer Ambient Sound, der mich aus Ghana in sommerliche Nächte heimischer Welten versetzt.

Dann kommt sie auf die Bühne, klein und unscheinbar, dunkel gekleidet. Sie setzt sich ans Mikrofon, legt die Finger an die Saiten ihrer E-Gitarre, schließt die Augen. Man hört ihren Atem. Mit dem ersten Ton holt sie mich aus der Menge zu sich, zu ihrer Mother Afrika.

Also haltet endlich die Klappe und lauscht! Diese Frau hat etwas zu sagen.

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